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Maria de Buenos Aires

Die Geschichte der María de Buenos Aires lässt sich auf jedes menschliche Schicksal übertragen. In den verschiedenen Stilrichtungen des Tangos von Astor Piazzolla spiegeln sich die unterschiedlichen Lebensabschnitte von Maria. Die leidvolle Geschichte dieser Frau ist die Geschichte des Tangos und die Geschichte Argentiniens. Maria steht für das Leben, Sterben und Wiedergeboren werden und gerade das Alter symbolisiert diese Übergänge und Abgründe.


María de Buenos Aires personifiziert als Protagonistin dieser Operita (kleine Oper), wie Piazzolla sein Werk nennt,  den Tango: Ihre Wiege liegt an den Ufern des Rio de la Plata. Landflüchtige argentinische Bauern und zahllose europäische Einwanderer tragen sie Mitte des 19. Jahrhunderts in die Vorstädte von Buenos Aires. Während ihres Wartens auf das ersehnte Glück verbinden sich argentinische Milonga, afroamerikanische Rhythmen der Candombe, kubanisch-spanische Habanera und europäische Tänze zu Multikultur Tango mit seiner unverwechselbaren Klangfarbe aus Bandoneon und Streichinstrumenten.


In raffinierter Verschmelzung mit den verschiedenen Stilen des Tango, durchsetzt von Formen des Jazz und der klassischen Musik, erlebt María de Buenos Aires verschiedene Verwandlungen: ihren Aufstieg aus der Vorstadt in die Etablissements im Stadtzentrum, ihre Glanzzeit in den Cabarets und Bordellen, die Erschöpfung der Form, ihren Untergang und Tod, ihre schattenhafte Orientierungslosigkeit und ihre spektakuläre Wiedergeburt am Schluss der kleinen Oper. Die Geschichte der María de Buenos Aires ist zugleich die Geschichte dieses Werkes: als musikalisch-lyrisches Tango-Theater gelang Astor Piazzolla, als Komponist, und Horacio Ferrer, als Librettist, im Jahr 1968 der Durchbruch zu neuen, verheißungsvollen Dimensionen und einer modernen Form des Tango.

Um den lokalen Bezug herzustellen, siedeln wir das Stück in der lokalen Szene an. Tänzer und Tänzerinnen aus Salzburg und Umgebung tanzen den Tango Argentino, wie er weltweit getanzt wird und die Menschen begeistert. Die Produktion entsteht in Zusammenarbeit mit der Salzburger Kulturvereinigung im Rahmen der Salzburger Kulturtage 2014. Werkeinführung und Erstellung des Programmhefts entsteht in Kooperation mit der Universität Salzburg Abteilung Musikwissenschaften, Prof. Nils Grosch.
Bühnenprojektion in Kooperation mit der Hochschule Mozarteum Salzburg, Abteilung Bühnen- und Lichtdesign.